„Ich baue eine Kathedrale.“
Diese Antwort gab der dritte Steinmetz auf die Frage, was er gerade tut.
Während der erste sagte: „Ich behaue Steine.“ und der zweite: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt.“, sah der dritte das große Ganze.
Diese Geschichte begleitete uns im Workshop mit dem Verwaltungsteam des Bereiches Wohnen von Körperbehinderte Allgäu – und sie hätte passender kaum sein können.
Veränderung beginnt nicht mit neuen Prozessen oder Organigrammen. Sie beginnt mit einem gemeinsamen Verständnis davon, warum wir etwas verändern und wofür wir uns gemeinsam auf den Weg machen.
In den vergangenen Monaten haben wir das Führungsteam dabei begleitet eine neue Vision für den Bereich Wohnen zu entwickeln. Letzte Woche war der nächste wichtige Schritt: Gemeinsam mit dem Verwaltungsteam diese Vision teilen, weiterdenken und mit Leben füllen.
Es wurde diskutiert, reflektiert, gelacht und auch kritisch hinterfragt. Gemeinsam hat das Team Werte für sich entwickelt, Barrieren benannt und darüber gesprochen, welchen persönlichen Beitrag jede und jeder Einzelne leisten kann.
Die Teilnehmenden hat besonders beeindruckt, mit wie viel Offenheit, Ehrlichkeit und Gestaltungswillen sich alle eingebracht haben. Genau darin liegt für der Schlüssel erfolgreicher Veränderung: Menschen nicht zu Betroffenen machen, sondern zu Mitgestaltenden.
Denn sie bauen keine Kathedrale aus Stein.
Das Tean gestaltet gemeinsam eine Kultur, in der Menschen mit Behinderung ein Zuhause erleben, Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und Zusammenarbeit von Vertrauen, Professionalität und Teilhabe geprägt ist.
Der Weg ist noch lang. Aber es war spürbar:
Das Verwaltunsgteam geht diesen gemeinsam. Getragen von einem selbst entwickelten Wertekompasses.
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