Klarheit als Schlüssel erfolgreicher Veränderung

Warum unternehmerischer Wandel ausweglos ist

Immer komplexere Aufgaben, schnellere Marktzyklen bei stetig zunehmendem Wettbewerbs- und Preisdruck fordern von Unternehmen, die auch in Zukunft noch erfolgreich sein wollen, ständige Weiterentwicklung und  permanente Veränderung. Doch den meisten Unternehmen, Führungskräften und Mitarbeitern fehlt die nötige Klarheit, ohne die ein zielgerichteter organisatorischer Wandel nicht möglich ist. Immer noch scheitern um die 70% aller Veränderungsvorhaben, d.h. das von jeder, auf ein solches Vorhaben verwendeten Arbeitswoche, 3,5 Tage schlichtweg vergeudet sind!

Es ist also höchste Zeit, die verbeitesten Hindernisse zu überwinden und Veränderungen wirklich nachhaltig erfolgreich umzusetzen.  

 

 

Die Situation ist ausweglos

Ausweglos? Eigentlich haben Sie doch jetzt sicherlich einen einfachen und effektiven Lösungsweg von mir erwartet, richtig? Es gibt diesen Weg, auch für Sie, aber zunächst müssen Sie verstehen, dass Sie mit routinierter Heransgehensweise in einem Veränderungsprozesses im Grunde nicht den Hauch einer Chance auf Erfolg haben! Denn:

 

1.    Ihr Geist ist nicht frei! Sie versuchen sehr wahrscheinlich mit einem Kopf voller altbewährten Denkmuster, ausgestattet mit Erfahrungswerten und Vorgehensweisen aus einer gestrigen Welt, deren Erfolgsmuster bereits heute völlig überholt, ja sogar kontraproduktiv sein können, etwas neu zu denken! Mit anderen Worten, häufig sind es genau jene Werkzeuge, die zumindest Teil des Problems sind, mit dem sie eben dieses zu lösen versuchen. Wenn sie als Unternehmen ein Entwicklungssprung machen wollen, geht es darum sich von gewissen, oft lieb gewonnenen, Vorstellungen und Verhaltensmustern zu lösen. Genau damit dürfen sie beginnen – und zwar bei ihnen selbst! Zunächst einmal geht darum sich in verbindlicher Reflexion zu üben und die Fähigkeit zu entwickeln, sich selbst und das Unternehmen aus einer Metaebende heraus wahrzunehmen. Erst ein freier Geist ist wirklich offen für Neues!

 

 

2.    Ihnen fehlt der nötige Fokus! Ein großer Auftrag muß erfolgreich abgewickelt werden, ein dringendes Problem in einem laufenden Projekt erfordert ihre persönliche Aufmerksamkeit, während ein Mitarbeiter krank, ein Kollege im Urlaub ist, und nur diese beiden verfügen über die Erfahrung, die Sie genau jetzt benötigen. Außerdem haben Sie gleich noch ein wichtiges Meeting: es geht um das neue Projekt, dass für die Zukunft Ihres Unternehmens höchste Wichtigkeit besitzt. Sicher dauert es wieder etwas länger und man kommt doch wieder nicht so weit wie geplant. Mit etwas Glück reicht es vielleicht gerade noch rechtzeitig zum WM-Spiel heute Abend. Der geplante Waldlauf, muß wohl wieder ausfallen. Kennen Sie das? Ich sage nicht, dass es Ihnen so geht, aber wievielen ihrer Mitarbeitern und Führungskräfte ergeht es genau so oder ähnlich? Und das Tag für Tag! Wenn Sie Veränderungen auf den Boden bringen möchten, muß der Fokus glasklar sein und zwar bei allen Beteiligten zu jeder Zeit. Wenn Sie nicht bereit sind diesen Fokus zu setzen und durchzuhalten, dann lassen sie das ganze sein und verschonen sie ihre Mitarbeiter und Organisation lieber mit gut gemeinten Neuerungen!

 

 

3.    Sie denken zu sehr im Detail und machen die Dingen zu früh zu kompliziert! Ein Klassiker in nahezu jedem Veränderungsprozess den wir begleiten. Zu Beginn soll eine Vision entwickelt werden, um die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen. Anstatt übergeordnete Entscheidungen zu treffen, ist die Diskussion in Kürze sehr schnell sehr kompliziert. Obwohl gerade dieser frühe Zeitpunkt eines Projektes nach Leichtigkeit und Klarheit verlangt, zieht uns die Sorgen des Scheiterns und das Streben nach Kontrolle und Perfektion rasch in Untiefen teuflischer Detailfragen hinein. Fragen wie   „Wie soll das denn überhaupt funktionieren?“, „Wie sollen diese oder jene offensichtlichen Probleme denn überhaupt gelöst werden?“ oder „Wie solle man denn mit Person XY umgehen, da dieser doch sicherlich früher oder später zum Problem werden würde?“.  In der Folge, sind viele Projektteams zurück auf dem Boden oder besser noch gleich an jenem zerstört, bevor Sie überhaupt die Möglichkeit hatten abzuheben und die Kraft und Motivation einer begeisternden Vision zu spüren. Halten Sie es gerade zu Beginn mit Leonardo da Vincis Einfachheit, als der höchsten Stufe der Vollendung! 

 

 

Doch das ist noch nicht alles! Zu ihren alten Denk- und Verhaltensmustern, ihrem Mangel an Fokus und der Tendenz die Dinge zu früh zu kompliziert zu machen, kommen oftmals ungenau definierte Ziele, unklare Rollenverhältnisse und Verantwortlichkeiten sowie unrealistische Meilensteine. Alles? Nein. Erschwerend kommen dann noch psychologische Faktoren und Denkfallen hinzu, beispielweise ein „status quo bias“ (eine übermäßige Bevorzugung des Status quo gegenüber Veränderungen) oder etwa eine „loss aversion“ (die Tendenz mögliche Verluste höher zu gewichten als mögliche Gewinne), um nur zwei zu nennen. Jetzt könnten sie sagen, „Sehen Sie, darum lassen wir das gleich sein mit diesen unternehmerischen Veränderungen“. Nun, ein netter und auch nachvollziehbarer Versuch. Nur leider stecken sie schon mitten drin! Auch wenn ich es ihnen gerne anders wünschen würde, die Welt verändert sich so rasant, dass es auch sie erwischen wird. Auf welcher Wolke Sie auch immer sitzen mögen. Es ist wie ich es gesagt habe, die Situation ist ausweglos!

 

 

Klarheit, Klarheit, Klarheit

Soviel sollte nun klar sein: um Veränderungsprozess kommen wir nicht herum, es gibt keinen Ausweg! Hinzu kommt immer eine Gewisse Unsicherheit über die Zukunft. Sie können ein exaktes Ziel, das genaue Ergenbnis nicht vorwegnehmen. Sie können eine Change Prozess nicht wirklich kontrollieren oder bis ins Detail managen. Wer dies versucht wird scheitern müssen. Und nun wird es interessant, denn dies ist gleichzeitig die gute Nachricht! Iim Grunde ist nun alles ganz einfach: Sorgen Sie für einen freien Geist, fokussieren Sie sich auf das Wesentliche und halten Sie die Dinge einfach. Auf diese Weise können und brauchen sie nichts anderes zu tun, als sich hellwach auf einen Prozess einzulassen, der die gewünschten Veränderungen mit sich bringen wird! Das klingt zunächst vielleicht etwas passiv oder gar machtlos. Ist es aber ganz und gar nicht! Sie werden sehen. Diese Erkenntnis braucht eine Weile, wird ihnen aber immer klarer werden, desto länger sie darüber nachdenken. Wenn es aus einer Situation keinen Ausweg gibt, brauchen Sie nicht mehr wegzurennen, keine Sorgen mehr über Hindernisse auf dem Weg zu machen oder überlegen, ob sie diesen besser schottern, pflastern oder teeren. Es ist zwecklos! Vielmehr bleibt ihnen nichts anderes, als sich auf die jetzige Situation einzulassen und sich nun voll und ganz der wichtigsten Herausforderung zu widmen: Schaffen Sie Klarheit!

 

 

1.    Klarheit über die aktuelle Situation schaffen Wenn es darum geht Klarheit in die aktuellen Situation zu bringen, geht es vor allem darum, den Blick zunächst vorwiegend nach Innen zu richten. Finden sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen innerhalb des Unternehmen selbst, anstatt in teuere Markt-, Wettbewerbs- und Situationsanalysen zu investieren. Es geht darum die ureigenen Antworten ihres Unternehmens auf Basis ihrer einzigartigen Kompetenzen, Geschichte und Werte zu finden. Eine Begleitung durch einen erfahrenen Change Coach kann an dieser Stelle sehr sinnvoll sein, um den Blick aufs Wesentliche zu richten. Es geht auch darum, die jedem Unternehmen eigenen, besonderen Momente, interne Stärken und herausragende Abläufe zu identifizieren. Meist gibt es einzelne Mitarbeiter und Teams, die bereits besondere Leistungen erbringen oder wichtige Werte, wie beispielsweise Kundenorientierung, bereits herausragende leben oder in gewissen Situation bereits gelebt haben. Oft können so nicht nur optimale Abläufe, sondern sogar Fahnenträger, Vorbilder oder Führsprecher für das Change-Vorhaben unter den Mitarbeitern und Stakeholdern identifiziert werden.     

Wichtig ist es sich darüber im klaren zu sein, dass die derzeitige Situation als Ergebnis vergangener Aktivitäten und Handlungen zu betrachten ist. Wo sind also die wesentliche Faktoren heute? Wollen wir verändern oder verändert werden? Was hat uns in der Vergangenheit stark gemacht? Was können wir besonders gut? Welche Werte sind uns besonders wichtig? Was wäre der nächste wichtige Schritt als Organisation? Was auch immer ihre Fragen sind, finden sie klare Antworten, indem sie den Fokus nach innen richten!

 

 

2.    Klarheit über die anzustrebende Zukunft schaffen In einem zweiter Schritt geht es nun darum, eine starke, verbindliche und besonders auch emotional fesselnde Vision zu kreieren und zu kommunizieren. Hier haben sich besonders beteiligungsorientierte Großgruppenmethode bewährt, in denen Mitarbeiter des gesamten Unternehmens bzw. betroffenen Bereichs in eine strukturierte und gleichsam inspirierende Lösungfindung einbezogen werden. Auf diese Weise kann nicht nur das vereinte Potenzial der gesamten Gruppe in den (Visions-) Prozess miteinbezogen werden, sondern auch ein wirklich von den Beteiligten selbst verantwortetes und gemeinsam getragenes Ergebis erreicht werden. Ein immer wieder erstauntlich produktiver und kraftvoller Prozess! 

Mögliche Fragen in dieser Phase: Was sind die wesentlichen Eigenschaften, wichtigsten Verhaltenweisen, zentralen Ressourcen, sprich unser emotinales Bild einer erstrebenswerten Zukunft? 

 

 

3.    Klarheit über einen Aktionsplan zur Umsetzung schaffen Der dritte Schritt innerhalb des Veränderungsprozess beinhaltet das Erstellen einen Aktionsplanes, indem spezifische Maßnahmen identifiziert sind, um die Vision zu verwirklichen und den erforderlichen Wandel zu ermöglichen und umzusetzen. Erst in dieser Projektstufe werden Projekt Scope und Struktur, Strategien zur Umsetzung von Maßnahmen sowie Rollen und Verantwortlichkeiten festgelegt. Auch wird damit begonnen, eine den Wandel unterstützende Organisationsstruktur zu etablieren. 

Insbesonders gilt es auch hier, immer wieder zu den Leitfragen des gesamten Prozesses, „Was ist das Wesentliche?“ und „Wie können wir die Dinge einfach halten?“, zurückzukehren und sämtliche Maßnahmen draufhin zu überpfrüfen und auszurichten. Schritt für Schritt, gilt es den Fokus jeweils maximal auf die jeweiligen Maßnahme bzw. das neu zu etablierende Verhalten  auszurichten und notwendige Aktivitäten ggf. zu bündeln. Achten Sie  besonders darauf, das die „cognitive load“ der Beteiligten nicht zu groß wird, d.h. überholte Prozesse auch eingestellt werden und nicht nur neue hinzu kommen und Abläufe weiter komplizieren. Gerade dem „Verlernen“ alter Verhaltensweisen sollte höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine  Moderation des Prozesses durch einen professionellen Coach oder eine begleitende, dialogorientierte Maßnahmen sind auch hier sehr effektiv, um einen Spiegel vorgehalten zu bekommen und so den Geist immer wieder frei werden zu lassen.

 

 

Chancen der Veränderung nutzen

Es ist wie es ist. Nur Unternehmen die es schaffen, sich heute immer wieder neu zu erfinden, ihre eigenen Stärken so immer weiter auszubauen und die Chancen gezielter Veränderungsprozesse nachhaltig zu nutzen, werden auch morgen noch erfolgreich sein.

 

Die unternehmerische Kompetenz, erfolgreich mit Veränderung umzugehen, war noch nie so entscheidend für den Unternehmenserfolg wie heute. Und trotzdem scheinen sich noch immer viele Unternehmen mit Erfolgsaussichten um die 30% oder weniger zufrieden zu geben. Ein erschreckender Wert, der noch nicht einmal in einem unternehmerisch untergeordneten Performance Bereich seine Berechtigung haben dürfte.

 

Organisationen, die hingegen beginnen Veränderungen mit Freiheit, Fokus und Einfachheit zu gestalten, werden die ernormen Chancen organisatorischer Veränderungsprozessen nutzen können und damit nicht nur das eigene Überleben sichern, sondern ihrem Wettbewerb einen entscheidenen Schritt voraus sein können!

 

 

Drei Erfolgsfaktoren - ein (Aus)weg

Die Frage, ob Sie sich als Unternehmen verändern möchten, stellt sich im heutigen Marktumfeld so nicht mehr. Die eigentliche Frage lautet, ob sie sich passiv verändern lassen und so zum Spielball der Umstände werden, oder ob Sie selbst das Steuer übernehmen möchten und beginnen einen selbstgewählten Weg mit Freude zu gestalten! Bei letzterem wünschen wir ihnen Klarheit im Geist, einen ausdauernden Fokus und wohltuende Einfachheit.